Discussion:
Verabreichung von Speisen und Getränken im Zuge
(zu alt für eine Antwort)
Oliver Schnell
2010-03-03 12:53:37 UTC
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Auf die im subject genannte Bemerkung "Verabreichung von Speisen und
Getränken im Zuge bin ich im Zugverzeichnis der DRG von 1937 gestoßen.
Es ist die Erläuterung des "Minibar-Symbols" (so eine Art stilisierter
Pokal).

Frage: Wie hat man sich diese Verabreichung vorzustellen?

Gab es damals tatsächlich schon eine rollende Minibar oder stieg ein
mobiler Verkäufer auf einem Teilabschnitt des Zuglaufes zu und verkaufte
so allerlei aus einem Bauchladen.

Ich meine übrigens nicht mondäne Mahlzeiten am Platz, wie es sie im
Rheingold im Pullmanwagen gab oder etwaige Verpflegung im Schlafwagen.
Nein, das Symbol tauchte auch bei so manchem tagsüber laufendem Eilzug
auf.
--
Oliver Schnell
Gerd Böhmer
2010-03-03 14:26:41 UTC
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Post by Oliver Schnell
Auf die im subject genannte Bemerkung "Verabreichung von Speisen und
Getränken im Zuge bin ich im Zugverzeichnis der DRG von 1937 gestoßen.
Es ist die Erläuterung des "Minibar-Symbols" (so eine Art stilisierter
Pokal).
Frage: Wie hat man sich diese Verabreichung vorzustellen ?
Gab es damals tatsächlich schon eine rollende Minibar oder stieg ein
mobiler Verkäufer auf einem Teilabschnitt des Zuglaufes zu und verkaufte
so allerlei aus einem Bauchladen.
Hallo,

Nein, eine Minibar gab es noch nicht, sondern man muss sich das als ein
Buffet im Zug vorstellen. Das als Pokal stilisierte Symbol sagte es auch
aus, das es ein Buffetabteil oder Buffetwagen im Zug gibt.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Oliver Schnell
2010-03-03 14:42:22 UTC
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Post by Gerd Böhmer
Post by Oliver Schnell
Auf die im subject genannte Bemerkung "Verabreichung von Speisen und
Getränken im Zuge bin ich im Zugverzeichnis der DRG von 1937 gestoßen.
Es ist die Erläuterung des "Minibar-Symbols" (so eine Art stilisierter
Pokal).
Frage: Wie hat man sich diese Verabreichung vorzustellen ?
Gab es damals tatsächlich schon eine rollende Minibar oder stieg ein
mobiler Verkäufer auf einem Teilabschnitt des Zuglaufes zu und verkaufte
so allerlei aus einem Bauchladen.
Hallo,
Nein, eine Minibar gab es noch nicht, sondern man muss sich das als ein
Buffet im Zug vorstellen. Das als Pokal stilisierte Symbol sagte es auch
aus, das es ein Buffetabteil oder Buffetwagen im Zug gibt.
Und wieder was gelernt, Ich dachte eigentlich, dass der Buffetwagen,
eine Nachkriegserfindung von DB resp. DR gewesen sei.

Gibts im Netz irgendwo eine Innenaufnahme / Zeichnung eines solchen Wagens?

Googeln brachte mir leider kein Ergebnis (nur DDR-Reichsbahn Fahrzeuge,
und Buffetwagen zusammen mit DRG brachte auch nichts).
--
Oliver Schnell
Gerd Böhmer
2010-03-03 14:59:13 UTC
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Oliver Schnell schrieb:

Hallo,
Post by Oliver Schnell
Und wieder was gelernt, Ich dachte eigentlich, dass der Buffetwagen,
eine Nachkriegserfindung von DB resp. DR gewesen sei.
Gibts im Netz irgendwo eine Innenaufnahme / Zeichnung eines solchen Wagens ?
Googeln brachte mir leider kein Ergebnis (nur DDR-Reichsbahn Fahrzeuge,
und Buffetwagen zusammen mit DRG brachte auch nichts).
Dazu Folgendes: Schau Dir einmal die Inneneinrichtung der zweiteiligen
SVT an, die hatten beispielsweise ein Buffetabteil mit einer Anrichte.
Ist auch sehr schön in einem alten Film des Reichsbahn-Filmstudios aus
den dreißiger Jahren über die Entwicklung der SVT zu sehen.
Ob es schon den Buffetwagen gab sollte im Reisezugwagenarchiv vom
Transpress-Verlag zu finden sein.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Reinhard Greulich
2010-03-03 19:07:42 UTC
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Post by Oliver Schnell
Und wieder was gelernt, Ich dachte eigentlich, dass der Buffetwagen,
eine Nachkriegserfindung von DB resp. DR gewesen sei.
Gibts im Netz irgendwo eine Innenaufnahme / Zeichnung eines solchen Wagens?
Ein solcher (50 80 85-43029-8 von 1954, letzte Gattngsbezeichnung:
BRyl) steht Deutschen Technikmuseum, Berlin. Zuletzt, als ich da war,
IIRC im zweiten Lokschuppen. Ein paar Daten und ein schlechtes Foto
(geht aber so, wie der aufgestellt ist, kaum besser):
<http://www.railforum.de/speisewagen/f_br446.htm>

Im DB Museum Nürnberg soll auch noch einer stehen. Die haben gerade
eine Sonderausstellung zu dem Thema:
<http://www.deutschebahn.com/site/shared/de/dateianhaenge/infomaterial/museum/flyer__speisen__auf__reisen.pdf>


Gruß - Reinhard.
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Reinhard Greulich
2010-03-03 19:11:22 UTC
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Post by Reinhard Greulich
<http://www.railforum.de/speisewagen/f_br446.htm>
Dank an Will Berghoff für die interessante Zusammenstellung!

Gruß - Reinhard.
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Ralph A. Schmid, dk5ras
2010-03-04 05:37:57 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Im DB Museum Nürnberg soll auch noch einer stehen. Die haben gerade
<http://www.deutschebahn.com/site/shared/de/dateianhaenge/infomaterial/museum/flyer__speisen__auf__reisen.pdf>
Wir werden am Sonntag dort sein...


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Will Berghoff
2010-03-04 10:05:19 UTC
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Im DB Museum Nürnberg ... gerade
<http://www.deutschebahn.com/site/shared/de/dateianhaenge/infomaterial/museum/flyer__speisen__auf__reisen.pdf>
Die Ausstellung stammt aus dem Technikmuseum (MVT) Berlin. Unsäglicher
Mist - strotzt vor Fehlern und schlechter Recherche einer in der Sache
völlig ahnungslosen Person.
Reinhard Greulich
2010-03-04 19:21:40 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Die Ausstellung stammt aus dem Technikmuseum (MVT) Berlin. Unsäglicher
Mist - strotzt vor Fehlern und schlechter Recherche einer in der Sache
völlig ahnungslosen Person.
Achso. Ja, wenn das *die* ist, dann schließe ich mich Wills
Einschätzung an, die ist ziemlich, äh, unbedarft gemacht.

Gruß - Reinhard.
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Will Berghoff
2010-03-03 19:51:14 UTC
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Post by Oliver Schnell
Auf die im subject genannte Bemerkung "Verabreichung von Speisen und
Getränken im Zuge bin ich im Zugverzeichnis der DRG von 1937 gestoßen.
Es ist die Erläuterung des "Minibar-Symbols" (so eine Art stilisierter
Pokal).
Frage: Wie hat man sich diese Verabreichung vorzustellen?
Gab es damals tatsächlich schon eine rollende Minibar oder stieg ein
mobiler Verkäufer auf einem Teilabschnitt des Zuglaufes zu und verkaufte
so allerlei aus einem Bauchladen.
Ich meine übrigens nicht mondäne Mahlzeiten am Platz, wie es sie im
Rheingold im Pullmanwagen gab oder etwaige Verpflegung im Schlafwagen.
Nein, das Symbol tauchte auch bei so manchem tagsüber laufendem Eilzug
auf.
Es war damals noch üblich, dass die Züge relativ lange in den Bahnhöfen
hielten und sich die Reisenden von MITROPA_ oder
Bahnhofs-Restaurant-Mitarbeitern vom Bahsteig aus versorgten.

Um die Fahrzeiten dem Trend der Zeit entsprechend zu beschleunigen, also
i.W., um die Standzeiten an den Bahnhofen, die betrieblich nicht immer
in der Länge erforderlich waren, zu kürzen, hat man viele Eilzüge mit
längeren Zugläufen mit "Küchenwagen" ausgerüstet. Dies waren entweder
Wagen der preussischen Schnellzugabteilwagenbauarten mit nachträglich
eingebautem Küchenbereich (ohne Tische!) oder aber Packwagen
preussischer Bauart mit nachgerüsteter Küche oder DFRG-Einheitspackwagen
Pw4ük, die mit Küche ausgeliefert wurden.

Aus diesen Wirtschaftswagen wurden die Reisenden mit kleinen Speisen und
Getränken versorgt.

Technisch lief das in etwa wie mit einer Minibar ab, so neu ist
Erfindung tatsächlich nicht. Es gab aber auch den "Wurstmaxe" mit seiner
Wurstbox vor dem Bauch, das "Tabakmädel" u.a.

Meine gesammelten Bilder aus der frühen Nachkriegszeit können vielleicht
in etwa ein Bild dieser Leistung andeuten:
http://www.railforum.de/speisewagen/i_dsg_m.htm

In den komfortablen Luxus- FDT- und FD-Zügen wurde fast alles, was im
Zug verfügbar war, dem Reisenden per Tablettservice vom
Speisewagenkellner am Platz serviert.

Übrigens - auch bei der DSG gab es bis in die 80er Jahre noch den
"Wagenkellner", der klassenlos alle Reisenden in Zügen mit Speisewagen
am Platz bediente - ohne Minibar-Wagen.

Büffetwagen im Sinne der BRbuümg gab es noch nicht, das Büffet im Zuge
wurde erst nach dem WKII modern.

Ich selbst bin (mit entsprechend vielen KollegInnen) im "Witte Trein"
Brüssel-Innsbruck (DSG-Bewirtschaftung ausser WL) Mitte der 70er noch
mit dem Gulasch-Kessel, Pürée-Topf, Kelle und Einwegtellern durch den
15-Wagen-Zug gezogen und habe _alle_Reisenden_ am Platz versorgt.
Getränke gab es in jedem 2. Bcüm bei mir und meinen Kollegen. Der
Speisewagen war geschlossen. Der Tanzwagen natürlich war offen ;-)
Oliver Schnell
2010-03-04 07:27:10 UTC
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Post by Will Berghoff
Post by Oliver Schnell
Auf die im subject genannte Bemerkung "Verabreichung von Speisen und
Getränken im Zuge bin ich im Zugverzeichnis der DRG von 1937 gestoßen.
Es ist die Erläuterung des "Minibar-Symbols" (so eine Art stilisierter
Pokal).
Frage: Wie hat man sich diese Verabreichung vorzustellen?
Gab es damals tatsächlich schon eine rollende Minibar oder stieg ein
mobiler Verkäufer auf einem Teilabschnitt des Zuglaufes zu und verkaufte
so allerlei aus einem Bauchladen.
Ich meine übrigens nicht mondäne Mahlzeiten am Platz, wie es sie im
Rheingold im Pullmanwagen gab oder etwaige Verpflegung im Schlafwagen.
Nein, das Symbol tauchte auch bei so manchem tagsüber laufendem Eilzug
auf.
Es war damals noch üblich, dass die Züge relativ lange in den Bahnhöfen
hielten und sich die Reisenden von MITROPA_ oder
Bahnhofs-Restaurant-Mitarbeitern vom Bahsteig aus versorgten.
Um die Fahrzeiten dem Trend der Zeit entsprechend zu beschleunigen, also
i.W., um die Standzeiten an den Bahnhofen, die betrieblich nicht immer
in der Länge erforderlich waren, zu kürzen, hat man viele Eilzüge mit
längeren Zugläufen mit "Küchenwagen" ausgerüstet. Dies waren entweder
Wagen der preussischen Schnellzugabteilwagenbauarten mit nachträglich
eingebautem Küchenbereich (ohne Tische!) oder aber Packwagen
preussischer Bauart mit nachgerüsteter Küche oder DFRG-Einheitspackwagen
Pw4ük, die mit Küche ausgeliefert wurden.
Aus diesen Wirtschaftswagen wurden die Reisenden mit kleinen Speisen und
Getränken versorgt.
Technisch lief das in etwa wie mit einer Minibar ab, so neu ist
Erfindung tatsächlich nicht. Es gab aber auch den "Wurstmaxe" mit seiner
Wurstbox vor dem Bauch, das "Tabakmädel" u.a.
Meine gesammelten Bilder aus der frühen Nachkriegszeit können vielleicht
http://www.railforum.de/speisewagen/i_dsg_m.htm
Danke erst mal für die Hinweise. Der Hintergrund meiner Frage ist die
Bahnreise einer Personen in den späten zwanziger Jahren, die in einem
Roman geschildert werden soll, dabei jedoch keinewegs im Mittelpunkt der
Erzählung steht. Es soll nur vermieden werden, dass darin keinen groben
Schnitzer aufdtauchen, wie z.B., dass der Reisende sich einen Kaffee bei
der vorbeirollenden Minibar bestellt, wenn es damals eine solche noch
gar nicht gab.

Ich habe auf irgendeiner Modellbahnseite einen Hinweis auf einen DRG
Eilzugwagen mit Buffeteinrichtung gesehen. Wie hat man sich jetzt die
Verrpflegung aus so einem Fahrzeug vorzustellen:
Ging man dorthin und kaufte, was das Herz begehrte (was gab es da
überhauptr zu kaufen?) und trug das an seinen Platz? Wie wurde das
geschirrmäßig gemacht? Einweg, mit Pfand, auf Vertauensbasis?

Oder kam ein Mitropa-Angestellter durch die Wagen und verkaufte
ambulant, Dinge aus dem Wagen mit Buffetabteil?

Ich spreche wohlgemerkt von Eilzügen o.ä. nicht vom Rheingold oder
anderen Zügen für die Haute Volaute.
--
Oliver Schnell
Will Berghoff
2010-03-04 10:03:14 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
die
Bahnreise einer Personen in den späten zwanziger Jahren, die in einem
Roman geschildert werden soll, dabei jedoch keinewegs im Mittelpunkt der
Erzählung steht. Es soll nur vermieden werden, dass darin keinen groben
Schnitzer aufdtauchen, wie z.B., dass der Reisende sich einen Kaffee bei
der vorbeirollenden Minibar bestellt, wenn es damals eine solche noch
gar nicht gab.
Der Kaffee kam nicht von einer "Minibar", sondern wurde vom
Abteilkellner ausgeschenkt, der durchaus auch ohne vorherige Bestellung
auf Verdacht damit durch den Wagen ging. In der 3. Klasse war
Kaffetrinken auf Reisen nicht üblich. Man versorgte sich, wenn überhaupt
Kaffee bezahlbar war, mittel eigenem Thermobehälter selbst.
Post by Oliver Schnell
Ich habe auf irgendeiner Modellbahnseite einen Hinweis auf einen DRG
Eilzugwagen mit Buffeteinrichtung gesehen.
Die Quelle interessiert mich. Da muss ein Mißverständnis vorliegen. Ich
kenne keine Dokumentation eines solchen Wagens. Und ich habe eigentlich
den Anspruch, den Überblick zu diesem Thema zu erwerben.

Es gab bei der DRG keine Selbstbedienungswagen. Das
Selbstbedienungsprinzip wurde Ende der 30er in USA entwickelt und
schwappte erst mit den US-Truppen und allegemeinen großen Bereitschaft,
US-amerikanische Neuerungen zu übernehmen nach Europa. In der
Vorkriegszeit gab es einige wenige an diesem Prinzip orientierte
stationäre Betriebe, meist in Berlin.
Post by Oliver Schnell
Wie hat man sich jetzt die
Ging man dorthin und kaufte, was das Herz begehrte (was gab es da
überhauptr zu kaufen?) und trug das an seinen Platz? Wie wurde das
geschirrmäßig gemacht? Einweg, mit Pfand, auf Vertauensbasis?
Die Frage nach den verkauften Produkten ist gut. Neben heissen Würstchen
gab es Bahlsen-Kekse, meist eine Erbsensuppe, kaltes Kotelett, belegte
Brötchen, Limonaden, Heißgetränke, Kleinflaschen mit Alkoholika, Bier.
Einweggeschirr gab es in Form von Papptabletts für Würstchen und
Brötchen. Getränke wurden, wenn nicht im speisewagen gereicht, meist aus
der Flasche mit Strohhalm. bzw. beim Bier eben auf dem üblichen Weg des
Violkes getrunken. Heissgetränke wurden in den dicken Porzellantassen
ausgeschenkt und wieder eingesammelt. Ein "Pfand" empfand man damals als
überflüssig. Die Verluste dürch Nicht-Rückgabe dürften überschaubar
gewesen sein, die Rechtsfolgen für Diebstahl waren damals weit
nachhaltiger wirkend als heute.
Post by Oliver Schnell
Oder kam ein Mitropa-Angestellter durch die Wagen und verkaufte
ambulant, Dinge aus dem Wagen mit Buffetabteil?
Auch das, aber eben nicht aus einem Buffett-Wagen. Es gab auch schlicht
als Vorratsraum blockierte Bereiche in Gepäckwagen (z.B. ungenutztes
Zollabteil) oderin Reisezugwagen, wenn kein Wirtschaftswagen im Zug war
Post by Oliver Schnell
Ich spreche wohlgemerkt von Eilzügen o.ä. nicht vom Rheingold oder
anderen Zügen für die Haute Volaute.
Schon klar. Damals kosteten ja auch Eilzüge schon Zuschlag und liefen
erstaunlich lange Strecken. Sie waren genaugenommen der "Schnellzug des
kleinen Mannes".

Entscheidend für das Handeln Deines reisenden ist, welche Klasse er
nutzte. Da unterschieden sich Gewohnheiten, Verhalten und
Handlungssicherheit ganz erheblich.
Oliver Schnell
2010-03-04 11:42:03 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Post by Oliver Schnell
die
Bahnreise einer Personen in den späten zwanziger Jahren, die in einem
Roman geschildert werden soll, dabei jedoch keinewegs im Mittelpunkt der
Erzählung steht. Es soll nur vermieden werden, dass darin keinen groben
Schnitzer aufdtauchen, wie z.B., dass der Reisende sich einen Kaffee bei
der vorbeirollenden Minibar bestellt, wenn es damals eine solche noch
gar nicht gab.
Der Kaffee kam nicht von einer "Minibar", sondern wurde vom
Abteilkellner ausgeschenkt, der durchaus auch ohne vorherige Bestellung
auf Verdacht damit durch den Wagen ging. In der 3. Klasse war
Kaffetrinken auf Reisen nicht üblich. Man versorgte sich, wenn überhaupt
Kaffee bezahlbar war, mittel eigenem Thermobehälter selbst.
Und da sind wir weider bei meiner Ausgangsfrage:
Im Kursbuch 1937/38 (d. h. dem Ritzau Nachdruck) sind im Zugverzeichnis
Eilzüge aufgeführt, die die Bemerkung des subjetcs tragen, aber
explizit keinen Speisewagen mit sich führten.
Post by Will Berghoff
Post by Oliver Schnell
Ich habe auf irgendeiner Modellbahnseite einen Hinweis auf einen DRG
Eilzugwagen mit Buffeteinrichtung gesehen.
Die Quelle interessiert mich. Da muss ein Mißverständnis vorliegen. Ich
kenne keine Dokumentation eines solchen Wagens. Und ich habe eigentlich
den Anspruch, den Überblick zu diesem Thema zu erwerben.
Das war dieses
http://www.modelleisenbahn.com/shop/b.php?a=328405&h=55
und ein ähnliches Fahrzeug von Tillig:
http://www.preisvergleich.de/preis/Lokomotiven-Wagen/Tillig-Eilzugwagen-mit-Buffetabteil-DR-2-Kl-Ep-III/321051

Beide zwar mit Vorbild nach 1945, aber der Wagen sollte doch ein
Eilzugwagen der DRG sein, oder?
Ist natürlich gut möglich, dass so etwas erst nach 1945 in diese Wagen
eingebaut wurde.
Post by Will Berghoff
Post by Oliver Schnell
Wie hat man sich jetzt die
Ging man dorthin und kaufte, was das Herz begehrte (was gab es da
überhauptr zu kaufen?) und trug das an seinen Platz? Wie wurde das
geschirrmäßig gemacht? Einweg, mit Pfand, auf Vertauensbasis?
Die Frage nach den verkauften Produkten ist gut. Neben heissen Würstchen
gab es Bahlsen-Kekse, meist eine Erbsensuppe, kaltes Kotelett, belegte
Brötchen, Limonaden, Heißgetränke, Kleinflaschen mit Alkoholika, Bier.
Einweggeschirr gab es in Form von Papptabletts für Würstchen und
Brötchen. Getränke wurden, wenn nicht im speisewagen gereicht, meist aus
der Flasche mit Strohhalm. bzw. beim Bier eben auf dem üblichen Weg des
Violkes getrunken. Heissgetränke wurden in den dicken Porzellantassen
ausgeschenkt und wieder eingesammelt. Ein "Pfand" empfand man damals als
überflüssig. Die Verluste dürch Nicht-Rückgabe dürften überschaubar
gewesen sein, die Rechtsfolgen für Diebstahl waren damals weit
nachhaltiger wirkend als heute.
Post by Oliver Schnell
Oder kam ein Mitropa-Angestellter durch die Wagen und verkaufte
ambulant, Dinge aus dem Wagen mit Buffetabteil?
Auch das, aber eben nicht aus einem Buffett-Wagen. Es gab auch schlicht
als Vorratsraum blockierte Bereiche in Gepäckwagen (z.B. ungenutztes
Zollabteil) oderin Reisezugwagen, wenn kein Wirtschaftswagen im Zug war
Aber woher kamen dann die Sachen, wenn der Zug keinen Speisewagen mit
sich führte?
Post by Will Berghoff
Entscheidend für das Handeln Deines reisenden ist, welche Klasse er
nutzte. Da unterschieden sich Gewohnheiten, Verhalten und
Handlungssicherheit ganz erheblich.
3. Klasse, einfache Fahrt zu einem der Auswandererhäfen (übrigens: nicht
"mein" Reisender).
--
Oliver Schnell
Will Berghoff
2010-03-04 11:50:38 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Im Kursbuch 1937/38 (d. h. dem Ritzau Nachdruck) sind im Zugverzeichnis
Eilzüge aufgeführt, die die Bemerkung des subjetcs tragen, aber
explizit keinen Speisewagen mit sich führten.
Eben - sie haben einen Küchenwagen oder auch nur ein Lager mit Kellner.
Post by Oliver Schnell
Post by Will Berghoff
Post by Oliver Schnell
Ich habe auf irgendeiner Modellbahnseite einen Hinweis auf einen DRG
Eilzugwagen mit Buffeteinrichtung gesehen.
Das war dieses
http://www.modelleisenbahn.com/shop/b.php?a=328405&h=55
Ein ÖBB-Büffetwagen auf E30-Basis
Post by Oliver Schnell
http://www.preisvergleich.de/preis/Lokomotiven-Wagen/Tillig-Eilzugwagen-mit-Buffetabteil-DR-2-Kl-Ep-III/321051
keine verwertbaren Angaben
Post by Oliver Schnell
Beide zwar mit Vorbild nach 1945, aber der Wagen sollte doch ein
Eilzugwagen der DRG sein, oder?
Ist natürlich gut möglich, dass so etwas erst nach 1945 in diese Wagen
eingebaut wurde.
Wurde erst nach 1945 eigebaut. Nach dem Krieg standen viele der
Einheitseilzugwagen, vor allem der jüngsten Bauarten - ohhne jede
Einrichtung herum. Diese Wagen waren modern und wurden für viele Zwecke
ausgestattet.

Im Westen gab es etliche "Behelfsschlafwagen, Voll- und Halbspeisewagen
auf Basis der E30-Typen.

Die ÖBB hat nach dem Krieg keine speisewagen betrieben, sondern zunächst
etliche Wagen, Schlafwagen, Speisewagen (auch WR4ü-39) und eben E30 zu
Büffettwagen umgebaut. Angesichts der geschrumpften Zugläufe erschien
dies sinnvoll.
Post by Oliver Schnell
Aber woher kamen dann die Sachen, wenn der Zug keinen Speisewagen mit
sich führte?
Aus dem Küchenwagen, erwähnte ich das nicht oft genug?

Bauart: Pw4ük oder C4ük
Post by Oliver Schnell
Post by Will Berghoff
Entscheidend für das Handeln Deines reisenden ist, welche Klasse er
nutzte. Da unterschieden sich Gewohnheiten, Verhalten und
Handlungssicherheit ganz erheblich.
3. Klasse, einfache Fahrt zu einem der Auswandererhäfen
Dann garantiert Selbstversorger, bestenfalls einen Drang nachgebend ein
Frankfurter Würstchen ersehnend, das aus der Heissbox vor dem Bauch des
"Wurstmaxe" kommen könnte.
Gerd Böhmer
2010-03-04 14:41:12 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
3. Klasse, einfache Fahrt zu einem der Auswandererhäfen (übrigens: nicht
"mein" Reisender).
Hallo,

Nachdem ich hier die weiteren Beiträge gelesen habe. Auch in der 3.
Klasse gab es ein Angebot von kleinen Speisen und Getränken in den
dreißiger Jahren. Führten doch auch die SVT nur die 2. und 3. Klasse
(ebenso der Henschel-Wegmann-Zug). Und dann habe ich einmal nachgesehen,
der von mir gestern erwähnte Film des Reichsbahn-Filmstudios heißt
"Fliegende Züge" und stammt aus dem Jahr 1935. Richtig ist an dieser
Stelle, das es keine Selbstbedienung gab, sondern am Platz bedient
wurde. Eine derartige Szene ist in dem erwähnten Film zu sehen, als ein
Abteilkellner Tabletts mit belegten Broten von seiner Anrichte in das
Großraumabteil eines SVT trägt.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Will Berghoff
2010-03-04 14:48:29 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Nachdem ich hier die weiteren Beiträge gelesen habe. Auch in der 3.
Klasse gab es ein Angebot von kleinen Speisen und Getränken in den
dreißiger Jahren. Führten doch auch die SVT nur die 2. und 3. Klasse
(ebenso der Henschel-Wegmann-Zug).
Echt? Hast Du dazu Unterlagen? Mir war bisher nur die Bauart Leipzig (4
Züge) mit 3. Klasse bekannt - eine ähnliche Mogelpackungen wie die
IC(E)-T und IC(E)-V heute.

Die Geschichte der DRB muss neu geschrieben werden...
Gerd Böhmer
2010-03-04 15:35:25 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Echt? Hast Du dazu Unterlagen? Mir war bisher nur die Bauart Leipzig (4
Züge) mit 3. Klasse bekannt - eine ähnliche Mogelpackungen wie die
IC(E)-T und IC(E)-V heute.
Die Geschichte der DRB muss neu geschrieben werden...
Hallo,

Ja, echt. Schau Dir einmal diesen Film über das 100-jährige Jubiläum der
Deutschen Eisenbahnen im Jahr 1935 an, das bei DSO verlinkt wurde:
www.liveleak.com/view?i=754_1258839150
Und dann auch der von mir genannte Film "Fliegende Züge".
Ebenso wie historisch gesehen ja die erste Klasse in den fünfziger
Jahren abgeschafft wurde und nicht die dritte Klasse. Wir fahren
heutzutage nach wie vor 2. und 3. Klasse. Die erste Wagenklasse war
historisch gesehen ja nur wenigen Luxuszügen vorbehalten.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Will Berghoff
2010-03-04 16:01:33 UTC
Permalink
Am 04.03.2010 16:35, schrieb Gerd Böhmer:

Welche SVT ausser der Bauart Leipzig (4 Züge) hatten die 3. Klasse?
Gerd Böhmer
2010-03-04 17:13:18 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Welche SVT ausser der Bauart Leipzig (4 Züge) hatten die 3. Klasse?
Hallo,

Alle SVT außer der zweiteiligen Bauart "Hamburg" und der zweiteiligen
elektrischen Triebwagen, ergo alle mehrteiligen Triebwagen, wie zum
Beispiel die Bauart "Köln" (dreiteilig) und die Bauart "Erfurt"
(vierteilig - aber nur ein Exemplar).

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Will Berghoff
2010-03-04 20:36:26 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Post by Will Berghoff
Welche SVT ausser der Bauart Leipzig (4 Züge) hatten die 3. Klasse?
Hallo,
Alle SVT außer der zweiteiligen Bauart "Hamburg" und der zweiteiligen
elektrischen Triebwagen, ergo alle mehrteiligen Triebwagen, wie zum
Beispiel die Bauart "Köln" (dreiteilig)
102 Plätze 2. Klasse, 30 Plätze Speiseraum

und die Bauart "Erfurt"
Post by Gerd Böhmer
(vierteilig - aber nur ein Exemplar).
Anderes Konzept

Die Bauart "Leipzig" wurde ab dem 15. Mai 1936 im damaligen schnellen
"FDt"-Netz auf der Strecke Berlin--Breslau--Beuthen eingesetzt. Es waren
die einzigen FDt-Züge, die auch die 3. Klasse anboten.
Gerd Böhmer
2010-03-05 05:29:23 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Die Bauart "Leipzig" wurde ab dem 15. Mai 1936 im damaligen schnellen
"FDt"-Netz auf der Strecke Berlin--Breslau--Beuthen eingesetzt. Es waren
die einzigen FDt-Züge, die auch die 3. Klasse anboten.
Hallo,

Nun gut, aber dann habe ich zumindest nicht einmal verkehrt gelegen, das
es auch SVT 2./3. Klasse gab. Und SVT bleibt erst einmal SVT unabhängig
von der Bauart ...
Post by Will Berghoff
und die Bauart "Erfurt" (vierteilig - aber nur ein Exemplar).
Anderes Konzept
Und warum anderes Konzept ? War doch wohl auch ein SVT, aber eben
vierteilig.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Will Berghoff
2010-03-05 09:47:11 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Post by Will Berghoff
und die Bauart "Erfurt" (vierteilig - aber nur ein Exemplar).
Anderes Konzept
Und warum anderes Konzept ? War doch wohl auch ein SVT, aber eben
vierteilig.
Wenn ich die mental richtig zuordne, waren sie ein Ableitung der Bauart
"Ruhr" und damit keine SVT im Sinne der "Fliegenden". Eine
Bewirtschaftung dieser Bauart war nicht vorgesehen.

Es dürfte sich in etwa um die Unterscheidung zwischen 605 und 610-612
handeln.
Gerd Böhmer
2010-03-05 12:56:36 UTC
Permalink
Will Berghoff schrieb:

Hallo,
Post by Will Berghoff
Wenn ich die mental richtig zuordne, waren sie ein Ableitung der Bauart
"Ruhr" und damit keine SVT im Sinne der "Fliegenden". Eine
Bewirtschaftung dieser Bauart war nicht vorgesehen.
In einem Wochenschaubericht des Reichsbahn-Filmstudios aus den dreißiger
Jahren (Video habe ich) wurde die Bauart "Erfurt" aber den SVT
zugeordnet und hatte auch die klassische Kopfform der SVT. Ebenso wurde
in diesem Wochenschaubericht erwähnt, das sehr wohl auch eine
Bewirtschaftung vorgesehen war. Der markige Kommentar klingt mir in den
Ohren: "Eine Einheit aus vier langen Wagen die ständig zusammenhängt und
den modernen Schnellzugwagen entspricht ..."
Die Bauart "Ruhr" hatte doch wohl eine andere Kopfform.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Will Berghoff
2010-03-05 14:05:33 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
In einem Wochenschaubericht des Reichsbahn-Filmstudios aus den dreißiger
Jahren (Video habe ich) wurde die Bauart "Erfurt" aber den SVT
zugeordnet und hatte auch die klassische Kopfform der SVT. Ebenso wurde
in diesem Wochenschaubericht erwähnt, das sehr wohl auch eine
Bewirtschaftung vorgesehen war. Der markige Kommentar klingt mir in den
Ohren: "Eine Einheit aus vier langen Wagen die ständig zusammenhängt und
den modernen Schnellzugwagen entspricht ..."
Interessant - davon fehlt kir jede Dokumentation, allerdings habe ich
auch noch nie wirklich umfassende Dokumente dazu gesucht.

Das WWW spukt zur Bauart "Erfurt" (warum eigentlich dieses
vergleichsweise unbedeutende Kaff?) auch nichts aus.
Post by Gerd Böhmer
Die Bauart "Ruhr" hatte doch wohl eine andere Kopfform.
Ja.
Gerd Böhmer
2010-03-05 14:20:37 UTC
Permalink
Will Berghoff schrieb:

Hallo,
Interessant - davon fehlt mir jede Dokumentation, allerdings habe ich
auch noch nie wirklich umfassende Dokumente dazu gesucht.
Okay - ich habe gerade einmal in mein Video-Archiv geschaut. Die
Filmreihe heißt "aus der Schatztruhe" und ist im Eisenbahn-Video-Verlag
Obersulm in der ersten Hälfte der neunziger Jahre erschienen. Ich hatte
mir damals die komplette Reihe zugelegt. In dieser Reihe sind eben Filme
wie zum Beispiel "Fliegende Züge" und auch die Wochen- und Jahresschau
des Reichsbahn-Filmstudios erschienen. Vielleicht gibt es ja diese Reihe
heutzutage auf Silberscheiben.
Das WWW spukt zur Bauart "Erfurt" (warum eigentlich dieses
vergleichsweise unbedeutende Kaff?) auch nichts aus.
Gute Frage, nächste Frage ...

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Martin Schilling
2010-03-05 14:27:45 UTC
Permalink
Moin Will,
Post by Will Berghoff
Das WWW spukt zur Bauart "Erfurt" (warum eigentlich dieses
vergleichsweise unbedeutende Kaff?) auch nichts aus.
dort saß eine Reichsbahndirektion, bei den Güterwagen waren Flachwagen
der Gattung X der Länderbahn-Bauarten als Erfurt eingereiht.

zu den Triebwagen hab ich leider keinerlei Literatur...

Martin.
--
http://mke.gmxhome.de Martins kleine Eisenbahn

Fuer e-Mails an den Autoren [usenet] im Betreff angeben.
Will Berghoff
2010-03-05 15:25:36 UTC
Permalink
Post by Martin Schilling
Das WWW spuckt zur Bauart "Erfurt" (warum eigentlich dieses
vergleichsweise unbedeutende Kaff?) auch nichts aus.
dort saß eine Reichsbahndirektion, bei den Güterwagen waren Flachwagen
der Gattung X der Länderbahn-Bauarten als Erfurt eingereiht.
Ja, schon klar.

Ich dachte aber eher an die Logik im Zusammenhang mit Hamburg, Köln,
Leipzig, München, Berlin...
Gerd Böhmer
2010-03-05 15:00:23 UTC
Permalink
Will Berghoff schrieb:

Hallo,
Post by Will Berghoff
Interessant - davon fehlt kir jede Dokumentation, allerdings habe ich
auch noch nie wirklich umfassende Dokumente dazu gesucht.
Das WWW spukt zur Bauart "Erfurt" (warum eigentlich dieses
vergleichsweise unbedeutende Kaff?) auch nichts aus.
Bitte vielmals um Entschuldigung - ich habe an dieser Stelle etwas
durcheinander gebracht.
Es handelt sich um die vierteilige SVT-Bauart "Berlin". Auf Erfurt kam
ich deshalb, da die DR der DDR diesen SVT bis in die sechziger Jahre
hinein als Schnellzug zwischen Erfurt und Berlin eingesetzt hat.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Will Berghoff
2010-03-05 15:27:04 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Es handelt sich um die vierteilige SVT-Bauart "Berlin". Auf Erfurt kam
ich deshalb, da die DR der DDR diesen SVT bis in die sechziger Jahre
hinein als Schnellzug zwischen Erfurt und Berlin eingesetzt hat.
Witzig.

Davon gab es mehr als eine Einheit, mindestens 2 und ein weiteres
Motorteil. Allerdings reine 2.-Klasse...
Gerd Böhmer
2010-03-05 16:54:48 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Davon gab es mehr als eine Einheit, mindestens 2 und ein weiteres
Motorteil. Allerdings reine 2.-Klasse...
Hallo,

Korrekt, war auch ein Fehler in meiner Erinnerung. Ich habe mir gerade
noch einmal die Filmchen angesehen. Der SVT Bauart Berlin wird in der
Reichsbahn-Jahresschau des Jahres 1937 vorgestellt. Und da ist eindeutig
bei den Außenaufnahmen zu sehen, das dieses Teil rein zweiter Klasse
war. Beeindruckend aber auch die Innenaufnahmen, speziell des Speiseraumes.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Oliver Schnell
2010-03-05 07:36:24 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Post by Will Berghoff
Echt? Hast Du dazu Unterlagen? Mir war bisher nur die Bauart Leipzig (4
Züge) mit 3. Klasse bekannt - eine ähnliche Mogelpackungen wie die
IC(E)-T und IC(E)-V heute.
Die Geschichte der DRB muss neu geschrieben werden...
Hallo,
Ja, echt. Schau Dir einmal diesen Film über das 100-jährige Jubiläum der
www.liveleak.com/view?i=754_1258839150
Und dann auch der von mir genannte Film "Fliegende Züge".
Ebenso wie historisch gesehen ja die erste Klasse in den fünfziger
Jahren abgeschafft wurde und nicht die dritte Klasse. Wir fahren
heutzutage nach wie vor 2. und 3. Klasse. Die erste Wagenklasse war
historisch gesehen ja nur wenigen Luxuszügen vorbehalten.
Es gab wohl auch Nahverkehrszüge mit 1. Klasse, wo entsprechende Nachfrage
herrschte. Z.B. in der Saison von baden-Oos nach Baden-Baden.

Noch an Will: Sorry, den Hinweis mit den Wirtschaftswagen hatte ich
zunächst überlesen. Mittlerweile auch eine entsprechende Wagenzeichnung
(bei deinen Seiten) gefunden.
--
Oliver Schnell
Gerd Böhmer
2010-03-05 12:50:33 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Es gab wohl auch Nahverkehrszüge mit 1. Klasse, wo entsprechende Nachfrage
herrschte. Z.B. in der Saison von Baden-Oos nach Baden-Baden.
Hallo,

Das ist mir Neu. Bisher war mir für Personenzüge - neudeutsch
Nahverkehrszüge nur die 2. /3. Klasse bekannt und bis 1927 auch die 4.
Klasse.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Oliver Schnell
2010-03-05 13:20:48 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Post by Oliver Schnell
Es gab wohl auch Nahverkehrszüge mit 1. Klasse, wo entsprechende Nachfrage
herrschte. Z.B. in der Saison von Baden-Oos nach Baden-Baden.
Hallo,
Das ist mir Neu. Bisher war mir für Personenzüge - neudeutsch
Nahverkehrszüge nur die 2. /3. Klasse bekannt und bis 1927 auch die 4.
Klasse.
Also in dem besagten Kursbuch 1937/38 gabe es einen D117 Paris - Warschau,
der ab 27.3.1938 verkehrend, den Bahnhof Baden.Oos um 9:14 erreichte. Um
9:17 fuhr ab der der Personenzug 788, mit 1.2. und 3. Klasse als
direkter Anschluss binnen 6 Minuten nach Bden-Baden. Er verkehrte
ebenfalls erst ab 27.3.1938. Überhaupt führten die meisten Personenzüge
dieser Strecke alle drei 3 Klassen.

Frag sich, mit was für Wagen diese ausgestattet waren.
--
Oliver Schnell
Gerd Böhmer
2010-03-05 13:38:46 UTC
Permalink
Oliver Schnell schrieb:

Hallo,
Also in dem besagten Kursbuch 1937/38 gabe es einen D 117 Paris - Warschau,
der ab 27.3.1938 verkehrend, den Bahnhof Baden-Oos um 9:14 erreichte. Um
9:17 fuhr ab der der Personenzug 788, mit 1.2. und 3. Klasse als
direkter Anschluss binnen 6 Minuten nach Baden-Baden. Er verkehrte
ebenfalls erst ab 27.3.1938. Überhaupt führten die meisten Personenzüge
dieser Strecke alle drei 3 Klassen.
Fragt sich, mit was für Wagen diese ausgestattet waren.
Danke für die ergänzenden Ausführungen, wie geschrieben ist mir da
allerdings Neu. Vorstellen kann ich es mir aber sehr gut, das auch
Personenzüge im Umfeld mondäner Orte alle drei Wagenklassen führten.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Will Berghoff
2010-03-05 14:07:26 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Also in dem besagten Kursbuch 1937/38 gabe es einen D117 Paris - Warschau,
der ab 27.3.1938 verkehrend, den Bahnhof Baden.Oos um 9:14 erreichte. Um
9:17 fuhr ab der der Personenzug 788, mit 1.2. und 3. Klasse als
direkter Anschluss binnen 6 Minuten nach Bden-Baden. Er verkehrte
ebenfalls erst ab 27.3.1938. Überhaupt führten die meisten Personenzüge
dieser Strecke alle drei 3 Klassen.
Wie sollte man denn sonst standesgemäß und einigermaßen bequem zur
Spielbank kommen?
Post by Oliver Schnell
Frag sich, mit was für Wagen diese ausgestattet waren.
AB4ü bad? Oder AB3ü pr oder AB3ü bay?
Will Berghoff
2010-03-05 14:03:30 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Das ist mir Neu. Bisher war mir für Personenzüge - neudeutsch
Nahverkehrszüge nur die 2. /3. Klasse bekannt und bis 1927 auch die 4.
Klasse.
Kurswagen/Kurse z.T. auch aus dem Ausland in die "Kaiserbäder", z.B. Bad
Kissingen, führten oft alle 3 Klassen oder bestanden aus mehreren Wagen,
die insgesamt alle Klassen umfassten. Damit reisten "höchste
Persönlichkeiten".
a***@gmx.de
2010-03-06 17:32:10 UTC
Permalink
Aloha Gerd Böhmer,
Post by Gerd Böhmer
Das ist mir Neu. Bisher war mir für Personenzüge - neudeutsch
Nahverkehrszüge nur die 2. /3. Klasse bekannt und bis 1927 auch die
4. Klasse.
Die dritte Klasse hatte schon Holzbänke. Mußte man in der 4. Klasse
die Sitzgelegenheit schon mitbringen? Welche Steigerung gibts da denn
noch?
--
Virtuelle Bahnmodelle:
http://www.3d-train-model.alices-world.de/index.html
Gerd Böhmer
2010-03-06 17:50:56 UTC
Permalink
Post by a***@gmx.de
Die dritte Klasse hatte schon Holzbänke. Mußte man in der 4. Klasse
die Sitzgelegenheit schon mitbringen? Welche Steigerung gibts da denn
noch ?
Hallo,

Dazu ein Link zu einem Bild auf meiner Homepage:
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de/Bildergalerien/19880918-po/19880919-881938-11.html
Das war die Inneneinrichtung eines Reisezugwagens vierter Güte, wie es
damals hieß der sächsischen Staatsbahn.
In zeitgenössischen Berichten aus den dreißiger Jahren wurde
überschwänglich erwähnt, das jetzt auch die dritte Klasse gepolsterte
Sitze hat.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
a***@gmx.de
2010-03-06 21:08:19 UTC
Permalink
Aloha Gerd Böhmer,
Post by Gerd Böhmer
Post by a***@gmx.de
Die dritte Klasse hatte schon Holzbänke. Mußte man in der 4. Klasse
die Sitzgelegenheit schon mitbringen? Welche Steigerung gibts da
denn noch ?
Hallo,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de/Bildergalerien/19880918-po/19880919-881938-11.html
Post by Gerd Böhmer
Das war die Inneneinrichtung eines Reisezugwagens vierter Güte, wie
es damals hieß der sächsischen Staatsbahn.
Oha, Stehplätze :-)
Ich nehme an, das wurde nur für Kurzstrecken verwendet?
--
Virtuelle Bahnmodelle:
http://www.3d-train-model.alices-world.de/index.html
Will Berghoff
2010-03-06 22:24:19 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de/Bildergalerien/19880918-po/19880919-881938-11.html
Das war die Inneneinrichtung eines Reisezugwagens vierter Güte, wie es
damals hieß der sächsischen Staatsbahn.
Üblicherweise hatten die Wagen 4. Klasse ebene Bretterbänke ohne
Rückenlehne, die Wagen der 3. Klasse geformte Lattenbänke mit geformter
Rückenlehne.
Post by Gerd Böhmer
In zeitgenössischen Berichten aus den dreißiger Jahren wurde
überschwänglich erwähnt, das jetzt auch die dritte Klasse gepolsterte
Sitze hat.
Aber nur in den Reisezugwagen, die ab 1938/39 für Schnellzüge und den
bewussten FDT gebaut wurden. In Eil- und Personenzügen und den Wagen der
Bauarten 1937 und früher waren es Lattenholzbänke.
Gerd Böhmer
2010-03-07 08:16:11 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Aber nur in den Reisezugwagen, die ab 1938/39 für Schnellzüge und den
bewussten FDT gebaut wurden. In Eil- und Personenzügen und den Wagen der
Bauarten 1937 und früher waren es Lattenholzbänke.
Hallo,

Hier muss ich Dich korrigieren, das wurde schon in den Berichten der
Reichsbahn-Filmstelle über das Eisenbahnjubiläum aus dem Jahr 1935
erstmalig berichtet.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Will Berghoff
2010-03-07 17:55:24 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Aber nur in den Reisezugwagen, die ab 1938/39 für Schnellzüge und den
bewussten FDT gebaut wurden. In Eil- und Personenzügen und den Wagen
der Bauarten 1937 und früher waren es Lattenholzbänke.
... das wurde schon in den Berichten der
Reichsbahn-Filmstelle über das Eisenbahnjubiläum aus dem Jahr 1935
erstmalig berichtet.
Das stimmt für den Henschel-Wegmann-Zug. Und natürlich waren damals die
Planung schon weiter als Bahnrealität.

Eisenbahnwagen fallen nicht plötzlich vom Himmel.
Olaf Titz
2010-03-06 22:56:25 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
In zeitgenössischen Berichten aus den dreißiger Jahren wurde
überschwänglich erwähnt, das jetzt auch die dritte Klasse gepolsterte
Sitze hat.
Was der heutigen zweiten entspricht. Wie wenig selbstverständlich das
offenbar immer noch ist, zeigt der noch gültige internationale
Standard:

Abkommen über den internationalen Personenverkehr (SMPS)
Artikel 4 - Fahrausweise
§7 Die Fahrausweise des direkten internationalen Verkehrs
werden ausgegeben für die Fahrt in
1. gepolsterten Wagen (1. Klasse)
2. ungepolsterten Wagen (2. Klasse).

(gefunden in der DB-Ausgabe des TCV-Tarifs - Heft I, Stand 2008)

Gibt es (in Europa) noch 2. Klasse mit echten Holzsitzen?

Olaf
--
***@inka.de <URL:http://sites.inka.de/~bigred/>
In Wien hat ein U-Bahnfahrer ausgerufen: "Sehr geehrte Fahrgäste, die
Information, nur die erste Tür fährt nach Hütteldorf ist falsch! Alle Türen
fahren nach Hütteldorf!" -- André Loop
Gerd Böhmer
2010-03-07 10:03:54 UTC
Permalink
Olaf Titz schrieb:

Hallo,
Post by Olaf Titz
Abkommen über den internationalen Personenverkehr (SMPS)
Artikel 4 - Fahrausweise
§7 Die Fahrausweise des direkten internationalen Verkehrs
werden ausgegeben für die Fahrt in
1. gepolsterten Wagen (1. Klasse)
2. ungepolsterten Wagen (2. Klasse).
(gefunden in der DB-Ausgabe des TCV-Tarifs - Heft I, Stand 2008)
Danke für diese sehr interessante Ergänzung. Von wann genau war dieses
Abkommen ? Klingt sehr nach Stand Mitte der fünfziger Jahre, als die
erste Klasse abgeschafft wurde.
Post by Olaf Titz
Gibt es (in Europa) noch 2. Klasse mit echten Holzsitzen?
Keine Ahnung, aber bis 2003 hatten wir bei der Berliner S-Bahn noch
Wagen mit Holzbänken im Einsatz.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Reinhard Greulich
2010-03-07 10:53:21 UTC
Permalink
Post by Olaf Titz
Gibt es (in Europa) noch 2. Klasse mit echten Holzsitzen?
Naja, ET42x sind nicht wirklich gepolstert, auch wenn da noch ein
Bezug über dem Brett ist. In der Ersten aber auch nicht.

Gruß - Reinhard.
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Ralf Gunkel
2010-03-07 17:21:48 UTC
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Olaf Titz
Gibt es (in Europa) noch 2. Klasse mit echten Holzsitzen?
Naja, ET42x sind nicht wirklich gepolstert, auch wenn da noch ein
Bezug über dem Brett ist. In der Ersten aber auch nicht.
Im TCV ist die Erde von gepolsterten Wagen, nicht von gepolsterten Sitzen.
Es reicht also irgendwo ein Schmierfilz in einem Lager und der Wagen
wird zur 1. Klasse.

*scnr*

Gruß Ralf
--
Wollen sie einen Bedienplatz von Siem***, oder gleich was gescheites?
Sebastian Hierholzer
2010-03-07 14:33:10 UTC
Permalink
On Sat, 6 Mar 2010 22:56:25 +0000 (UTC)
Post by Olaf Titz
Gibt es (in Europa) noch 2. Klasse mit echten Holzsitzen?
In den Neubauzügen der Münchner U-Bahn gibt es Holzsitze, falls das zählt.
--
Sebastian Hierholzer <***@arcor.de>
a***@gmx.de
2010-03-07 14:54:36 UTC
Permalink
Aloha Olaf Titz,
Post by Olaf Titz
Was der heutigen zweiten entspricht. Wie wenig selbstverständlich
das offenbar immer noch ist, zeigt der noch gültige internationale
Dann haben die Österreicher mit der Premiumklasse im Railjet also nur
die 1. Klasse nach internationalem Standard wieder eingeführt?
--
Virtuelle Bahnmodelle:
http://www.3d-train-model.alices-world.de/index.html
Olaf Titz
2010-03-09 21:57:38 UTC
Permalink
Post by a***@gmx.de
Dann haben die Österreicher mit der Premiumklasse im Railjet also nur
die 1. Klasse nach internationalem Standard wieder eingeführt?
Sie haben sozusagen die 1. Klasse nach dem Standard von vor 1955
wieder eingeführt, bzw. die aus dem Luftverkehr, wobei sie jeweils die
Klassenbezeichnungen verwürfelt haben.

Olaf
--
***@inka.de <URL:http://sites.inka.de/~bigred/>
"SAP sind die Robin Hoods der Neuzeit. Sie berauben die wirklich Reichen und
verteilen das Geld unter ehemaligen Sozialhilfeempfängern, die sie nett an-
gezogen und zu SAP-Beratern umgeschult haben." -- Kai Fett
Thomas Wedekind
2010-03-07 16:10:44 UTC
Permalink
Post by Olaf Titz
§7 Die Fahrausweise des direkten internationalen Verkehrs
werden ausgegeben für die Fahrt in
1. gepolsterten Wagen (1. Klasse)
2. ungepolsterten Wagen (2. Klasse).
(gefunden in der DB-Ausgabe des TCV-Tarifs - Heft I, Stand 2008)
Da wollte wohl jemand die weiche und harte Klasse des russischen
Sprachraums kreativ übersetzen? Sowieso alles relativ.
--
Viele Grüße, Thomas
Ralf Gunkel
2010-03-07 17:19:45 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Post by a***@gmx.de
Die dritte Klasse hatte schon Holzbänke. Mußte man in der 4. Klasse
die Sitzgelegenheit schon mitbringen? Welche Steigerung gibts da denn
noch ?
Hallo,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de/Bildergalerien/19880918-po/19880919-881938-11.html
Endlich mal ein Foto von den im Bau befindlichen VIAS Flirt für den
rechten Rhein. Danke.
*scnr*


Gruß Ralf
--
Wollen sie einen Bedienplatz von Siem***, oder gleich was gescheites?
Reinhard Greulich
2010-03-06 18:09:12 UTC
Permalink
Post by a***@gmx.de
Die dritte Klasse hatte schon Holzbänke.
Als die dritte Klasse abgeschafft wurde, entsprach ihre Einrichtung in
neueren Fahrzeugen schon der späteren 2. Klasse, also
Kunstlederpolster wie später noch lange in Silberlingen.

- R.
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Martin Schilling
2010-03-06 18:51:48 UTC
Permalink
Moin,
Post by Reinhard Greulich
Post by a***@gmx.de
Die dritte Klasse hatte schon Holzbänke.
Als die dritte Klasse abgeschafft wurde, entsprach ihre Einrichtung in
neueren Fahrzeugen schon der späteren 2. Klasse, also
Kunstlederpolster wie später noch lange in Silberlingen.
Kunststück, da nicht die dritte, sondern die erste Klasse abgeschafft
wurde und die verbleibenden beiden Klassen um je einen Platz höher
einsortiert wurden.

Martin.
--
http://mke.gmxhome.de Martins kleine Eisenbahn

Fuer e-Mails an den Autoren [usenet] im Betreff angeben.
tobias b koehler
2010-03-11 23:17:46 UTC
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Als die dritte Klasse abgeschafft wurde, entsprach ihre Einrichtung in
neueren Fahrzeugen schon der späteren 2. Klasse, also
Kunstlederpolster wie später noch lange in Silberlingen.
Das (und erst recht die sechsplatzabteile in den allerersten m-wagen)
war bereits ein vorgriff auf die klassenreform. Die platzverhältnisse
der alten 1. klasse in gewöhnlichen zügen (also nicht Rheingold) wurden
übrigens bereits im TEE VT11 wieder erreicht.
Will Berghoff
2010-03-12 09:12:50 UTC
Permalink
Post by tobias b koehler
Die platzverhältnisse
der alten 1. klasse in gewöhnlichen zügen (also nicht Rheingold) wurden
übrigens bereits im TEE VT11 wieder erreicht.
Und so war es auch gedacht. Was die geschichte nun daraus bis heute
gemacht, ist vergleichsweise grausig.

Das Reisen im VT 11.5 ist bis heute vom Komfort unübertroffen. Tf mögen
das absolut berechtigt anders sehen.
Reinhard Greulich
2010-03-12 15:53:17 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Tf mögen
das absolut berechtigt anders sehen.
Weiß ich nicht mal. Zeitgenössische Referenzen dazu waren V200 (auch
nicht besser) und die Einheitselloks. Vom neuen Einheitsführerstand
war da noch nichts zu sehen, der kam erst mit der 111. Etwas laut
waren die innen allerdings, das lag vor allem am Hilfsdiesel gleich
hinterm Führerstand. Und warm, aber an Klima war ja beim Arbeitsplatz
des Fahrpersonals bei der glorreichen Bundesbahn sowieso nicht zu
denken, das unterschied sich also auch nicht groß.

Gruß - Reinhard.
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Will Berghoff
2010-03-14 10:26:16 UTC
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Will Berghoff
VT 11.5 Komfort
Tf mögen
das absolut berechtigt anders sehen.
Weiß ich nicht mal. Zeitgenössische Referenzen dazu waren V200 (auch
nicht besser) und die Einheitselloks. Vom neuen Einheitsführerstand
war da noch nichts zu sehen, der kam erst mit der 111. Etwas laut
waren die innen allerdings, das lag vor allem am Hilfsdiesel gleich
hinterm Führerstand. Und warm, aber an Klima war ja beim Arbeitsplatz
des Fahrpersonals bei der glorreichen Bundesbahn sowieso nicht zu
denken, das unterschied sich also auch nicht groß.
Ich bin häufig mit auf dem Führerstand gefahren, allerdings meist nur
von der Vorbereitung in Köln Bbf. bis in den Hbf.

Der Lärm war gigantisch. Die V200 (der Vt 11.5 ist eine halbe V200)
steht dem allerdings kaum nach, erschien mir aber immer ein klein wenig
leiser.
Reinhard Greulich
2010-03-14 11:32:47 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Ich bin häufig mit auf dem Führerstand gefahren, allerdings meist nur
von der Vorbereitung in Köln Bbf. bis in den Hbf.
Ich in den letzten Jahren ihrer Betriebszeit durchaus auch auf
Strecke, ich lasse die Beschreibung der näheren Umstände jetzt mal
weg.
Post by Will Berghoff
Der Lärm war gigantisch. Die V200 (der Vt 11.5 ist eine halbe V200)
steht dem allerdings kaum nach, erschien mir aber immer ein klein wenig
leiser.
Wie gesagt, der Hilfsdiesel von hinten war da weitaus mehr zu hören,
als der Fahrdiesel von vorn. Ich fand es aber erträglich, vielleicht
haben sie ja irgendwann mal ein paar Dämmplatten an der
Führerhausrückwand angebracht.

Gruß - Reinhard.
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
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Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Marc Haber
2010-03-14 21:28:33 UTC
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Wie gesagt, der Hilfsdiesel von hinten war da weitaus mehr zu hören,
als der Fahrdiesel von vorn.
Lief der Hilfsdiesel denn ständig? Und musste man auf dem Weg zum
Führerstand durch den Maschinenraum durch, oder gab es da einen
(sauberen) Gang?

Grüße
Marc
--
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Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Reinhard Greulich
2010-03-14 22:19:51 UTC
Permalink
Post by Marc Haber
Lief der Hilfsdiesel denn ständig? Und musste man auf dem Weg zum
Führerstand durch den Maschinenraum durch, oder gab es da einen
(sauberen) Gang?
Mindestens einer der beiden Hilfsdiesel musste immer laufen, da in den
Mittelwagen sowohl Heizung als auch Klimaanlage den Strom brauchten,
aber das war dann knapp, eigentlich brauchte man beide.

Der Hilfsmaschinenraum war bis auf ein paar Blechverkleidungen und
Handläufe nicht separat, nach heutigen Vorstellungen von Arbeitsschutz
hätte man den mit Sicherheit nur mit Gehörschutz betreten dürfen,
besonders weil da auch noch die Kühler der Hauptmaschine mit ihren
Lüftern eingebaut waren. Wenn man in den Führerstand wollte, ging es
vom Gepäckraum durch einen Seitengang nach vorn, dann musste man über
ein kleines Treppchen auf die Hilfsmaschine draufsteigen und dann
konnte man nach vorn durchgehen. Kernige Sache, nichts für Mädchen.
;-)

Ich habe eben zur Veranschaulichung noch eine Zeichnung ergoogelt:
<Loading Image...>

Gruß - Reinhard.
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Marc Haber
2010-03-15 08:19:44 UTC
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Marc Haber
Lief der Hilfsdiesel denn ständig? Und musste man auf dem Weg zum
Führerstand durch den Maschinenraum durch, oder gab es da einen
(sauberen) Gang?
Mindestens einer der beiden Hilfsdiesel musste immer laufen, da in den
Mittelwagen sowohl Heizung als auch Klimaanlage den Strom brauchten,
aber das war dann knapp, eigentlich brauchte man beide.
Der Hilfsmaschinenraum war bis auf ein paar Blechverkleidungen und
Handläufe nicht separat, nach heutigen Vorstellungen von Arbeitsschutz
hätte man den mit Sicherheit nur mit Gehörschutz betreten dürfen,
besonders weil da auch noch die Kühler der Hauptmaschine mit ihren
Lüftern eingebaut waren. Wenn man in den Führerstand wollte, ging es
vom Gepäckraum durch einen Seitengang nach vorn, dann musste man über
ein kleines Treppchen auf die Hilfsmaschine draufsteigen und dann
konnte man nach vorn durchgehen. Kernige Sache, nichts für Mädchen.
;-)
Eiwei. Schöner Arbeitsplatz. Hat die Kiste mit nur zwei angetriebenen
Achsen ihre Kraft vernünftig auf die Schiene gebracht?

Grüße
Marc
--
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Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
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Will Berghoff
2010-03-15 09:00:49 UTC
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Post by Marc Haber
Post by Will Berghoff
VT 11.5
Eiwei. Schöner Arbeitsplatz. Hat die Kiste mit nur zwei angetriebenen
Achsen ihre Kraft vernünftig auf die Schiene gebracht?
Ja, es war ja auch nur vorne Reibungsgewicht vorhanden - und hinten am
Zugschluss wurde mit dem letzten Drehgestell kraftvoll nachgeschoben.
Mit nur einem Triebkopf war es dann allerdings kein Spaß mehr.
Marc Haber
2010-03-15 14:05:08 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Post by Marc Haber
Post by Will Berghoff
VT 11.5
Eiwei. Schöner Arbeitsplatz. Hat die Kiste mit nur zwei angetriebenen
Achsen ihre Kraft vernünftig auf die Schiene gebracht?
Ja, es war ja auch nur vorne Reibungsgewicht vorhanden - und hinten am
Zugschluss wurde mit dem letzten Drehgestell kraftvoll nachgeschoben.
Mit nur einem Triebkopf war es dann allerdings kein Spaß mehr.
Ja, und 1100 PS sind ja nun auch nicht so besonders viel.

Grüße
Marc
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Reinhard Greulich
2010-03-15 17:59:38 UTC
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Post by Marc Haber
Ja, und 1100 PS sind ja nun auch nicht so besonders viel.
Wir sind in den letzten Jahren, als die im Touristik-Charterverkehr
liefen, öfters mit nur einem funktionierenden Triebkopf von Hamburg
Altona nach Seefeld oder Garmisch gefahren, gab am Ende halt ein,
zwei, drei Stunden Verspätung, aber was soll's, die Leute fuhren ja in
den Urlaub und die Stimmung an Bord war eigentlich immer gut. :-)

War auch nicht immer so, dass da nur ein Tk lief und der andere nicht.
Der zweite Tf an Bord hatte eine nette Werkstatt samt Werkbank im
Gepäckabteil eines der Triebköpfe und hat nicht selten solche Schäden
unterwegs wieder hingedengelt, aber dann ging halt irgendwann schon
mal der andere kaputt; man war eigentlich immer froh, dass wenigstens
einer lief.

Gruß - Reinhard
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Ralf Gunkel
2010-03-15 17:05:28 UTC
Permalink
Reinhard Greulich schrieb:
...
Post by Reinhard Greulich
Der Hilfsmaschinenraum war bis auf ein paar Blechverkleidungen und
Handläufe nicht separat, nach heutigen Vorstellungen von Arbeitsschutz
hätte man den mit Sicherheit nur mit Gehörschutz betreten dürfen,
besonders weil da auch noch die Kühler der Hauptmaschine mit ihren
Lüftern eingebaut waren. Wenn man in den Führerstand wollte, ging es
vom Gepäckraum durch einen Seitengang nach vorn, dann musste man über
ein kleines Treppchen auf die Hilfsmaschine draufsteigen und dann
konnte man nach vorn durchgehen. Kernige Sache, nichts für Mädchen.
;-)
<http://www.michaelsen-ellerau.de/Modellbahn/Grosses_Vorbild/Loks_und_Zuge/Triebzuge/TEE/tee7g.JPG>
Interessant fand ich auch die Werkbank mit Werkzeugschrank und
Werkzeugbrett im Raum des Hilfsdiesel.
Zumindest kann ich mich an sowas erinnern als ich bei einer Sonderfahrt
mal auf den hinteren Führerstand durfte.

Im Zuge der Fahrt ging die hintere Antriebsmaschine kaputt (Quer über
die Gleise der Siegener Linie da der Zug in Haiger auf die Strecke nach
Betzdorf sollte, was dann später eine Drehfahrt in Trier von Nöten machte.

Gruß Ralf
--
Wollen sie einen Bedienplatz von Siem***, oder gleich was gescheites?
Reinhard Greulich
2010-03-15 18:00:46 UTC
Permalink
Post by Ralf Gunkel
Interessant fand ich auch die Werkbank mit Werkzeugschrank und
Werkzeugbrett im Raum des Hilfsdiesel.
Zumindest kann ich mich an sowas erinnern als ich bei einer Sonderfahrt
mal auf den hinteren Führerstand durfte.
Jau (IIRC aber im Gepäckraum davor), und die war wichtig, siehe meine
Nachricht weiter oben.

Gruß - Reinhard.
--
70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Wintertreffen Bf Altenbeken 20.3.2010
Marc Haber
2010-03-15 14:06:04 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Der Lärm war gigantisch. Die V200 (der Vt 11.5 ist eine halbe V200)
steht dem allerdings kaum nach, erschien mir aber immer ein klein wenig
leiser.
... und da die V200 sozusagen eine doppelte V100 ist, und die Lage des
Führerstandes bei der V100 in etwa mit der Lage des Führerstandes beim
VT11.5 vergleichbar ist (der Tf der V200 sitzt _vor_ den Fahrdieseln)
...

Grüße
Marc
--
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Will Berghoff
2010-03-15 14:21:34 UTC
Permalink
Post by Marc Haber
... und da die V200 sozusagen eine doppelte V100 ist, und die Lage des
Führerstandes bei der V100 in etwa mit der Lage des Führerstandes beim
VT11.5 vergleichbar ist (der Tf der V200 sitzt _vor_ den Fahrdieseln)
...
Eben nicht. Beim Mittelführerstand der V100 (auch V60) ist der Motor
gegenüber dem Führerstandaufbau entkoppelt, beim VT11.5, der V80 und bei
der V200 nicht.

Ich bin mit allen Fahrzeugen gefahren, der VT11.5 war wirklich der
lauteste Arbeitsplatz in Deutschland auf Schienen. In UK gibt es aber
schlimmeres...
Marc Haber
2010-03-15 14:46:23 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Post by Marc Haber
... und da die V200 sozusagen eine doppelte V100 ist, und die Lage des
Führerstandes bei der V100 in etwa mit der Lage des Führerstandes beim
VT11.5 vergleichbar ist (der Tf der V200 sitzt _vor_ den Fahrdieseln)
...
Eben nicht. Beim Mittelführerstand der V100 (auch V60) ist der Motor
gegenüber dem Führerstandaufbau entkoppelt, beim VT11.5, der V80 und bei
der V200 nicht.
Oha, das war mir nicht bewusst. Danke für die Klarstellung.

Grüße
Marc
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U***@web.de
2017-03-11 14:06:48 UTC
Permalink
Moin,
Post by Will Berghoff
Ich bin mit allen Fahrzeugen gefahren, der VT11.5 war wirklich der
lauteste Arbeitsplatz in Deutschland auf Schienen. In UK gibt es aber
schlimmeres...
Manch Lok dortiger Konstruktion läuft jetzt hier...

Gruß, ULF

Frank Spreer
2010-03-07 13:49:27 UTC
Permalink
Post by a***@gmx.de
Die dritte Klasse hatte schon Holzbänke. Mußte man in der 4. Klasse
die Sitzgelegenheit schon mitbringen? Welche Steigerung gibts da denn
noch?
5.Klasse
Flachwagen zum Gepäck draufstellen und nebenherlaufen

Frank
Gerd Böhmer
2010-03-07 14:23:54 UTC
Permalink
Post by Frank Spreer
5.Klasse
Flachwagen zum Gepäck draufstellen und nebenherlaufen
Frank
Hallo,

Auweia, da fällt mir doch glatt die Eisenbahnwerbung von vor einigen
Jahren ein: Ihr Zug fährt heute von Gleis 8, ähm nein Gleis 5 und dann
wurden Rungenwagen an den Bahnsteig geschoben ...

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Ralf Gunkel
2010-03-07 17:25:24 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Post by Frank Spreer
5.Klasse
Flachwagen zum Gepäck draufstellen und nebenherlaufen
...
Post by Gerd Böhmer
Auweia, da fällt mir doch glatt die Eisenbahnwerbung von vor einigen
Jahren ein: Ihr Zug fährt heute von Gleis 8, ähm nein Gleis 5 und dann
wurden Rungenwagen an den Bahnsteig geschoben ...
Das war keine Werbung für die Eisenbahn sondern für Premiere, heute
Murdochs Milliardengrab "Sky Deutschland".

Tenor war am Ende der Werbung irgendwas wie "Gelangweilt vom Leben? Hol
dir Premiere!".


Gruß Ralf
--
Wollen sie einen Bedienplatz von Siem***, oder gleich was gescheites?
Gerd Böhmer
2010-03-07 21:48:31 UTC
Permalink
Post by Ralf Gunkel
Post by Gerd Böhmer
Auweia, da fällt mir doch glatt die Eisenbahnwerbung von vor einigen
Jahren ein: Ihr Zug fährt heute von Gleis 8, ähm nein Gleis 5 und dann
wurden Rungenwagen an den Bahnsteig geschoben ...
Das war keine Werbung für die Eisenbahn sondern für Premiere, heute
Murdochs Milliardengrab "Sky Deutschland".
Tenor war am Ende der Werbung irgendwas wie "Gelangweilt vom Leben? Hol
dir Premiere!".
Hallo,

Vielen Dank für die Korrektur, ist ja schon einige Jahre her und daher
hatte ich mir nur die Geschichte mit den Rungenwagen gemerkt.

MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Ralf Gunkel
2010-03-08 17:07:33 UTC
Permalink
Post by Gerd Böhmer
Post by Ralf Gunkel
Post by Gerd Böhmer
Auweia, da fällt mir doch glatt die Eisenbahnwerbung von vor einigen
Jahren ein: Ihr Zug fährt heute von Gleis 8, ähm nein Gleis 5 und
dann wurden Rungenwagen an den Bahnsteig geschoben ...
Das war keine Werbung für die Eisenbahn sondern für Premiere, heute
Murdochs Milliardengrab "Sky Deutschland".
Tenor war am Ende der Werbung irgendwas wie "Gelangweilt vom Leben?
Hol dir Premiere!".
...
Post by Gerd Böhmer
Vielen Dank für die Korrektur, ist ja schon einige Jahre her und daher
hatte ich mir nur die Geschichte mit den Rungenwagen gemerkt.
Ich habe das jedes mal vor dem geistigen Auge wenn die
Bahsteigtauscherei anfängt.

Das könnte man aber einfach umgehen.
Da man mittlerweile mit den neuen Zugzielanzeigern auch so etwas
statisches wie die Gleisnummer per Display anzeigt (mit passender
Kundenverwirrung bei Ausfall) könnten die Züge doch immer auf ihrem
vorgegebenen Gleis einfahren.
Warum soll Gl 6 auch meist zw. Gl 5 und 7 zu finden sein.

"Meine Damen und Herren, auf Gleis 6 fährt ein, Regionalbahn nach
Kleinkleckersdorf, planmäßige Abfahrt 15:36. Bitte beachten Sie, aus
betrieblichen Gründen befindet sich Gl.6 heute zwischen Gl 7 und 3,
also dort wo sich gestern Gl 12 befand."

Gruß Ralf
--
Wollen sie einen Bedienplatz von Siem***, oder gleich was gescheites?
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